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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783950524406
Sprache: Deutsch
Umfang: 442 S., 10 Illustr.
Format (T/L/B): 3.8 x 21.5 x 16 cm
Einband: gebundenes Buch

Beschreibung

"Dakhil - Inside Arabische Clans" erzählt die Geschichte der arabischen Clans in Deutschland und erzählt Geschichten von Menschen, die in diesen arabische Großfamilien geboren sind. In mehreren dutzend Interviews gingen die beiden Autoren Mohamed A. Chahrour und Marcus Staiger auf Spurensuche genau der Großfamilien, die in den letzten Jahren immer wieder Gegenstand einer teils exzessiven Presseberichterstattung waren und die laut einiger Medien eine Gefahr für diesen Staat und seine Gesellschaft darstellen. Wie lebt es sich in einem Clan? Woher kommen diese Familien? Wer sind sie? Wie sieht ihr Familienbild aus? Was für Vorstellungen haben sie von einer Gesellschaft und wie lebt es sich in einem Land, das einen nicht haben möchte? Statt nur über Clans zu berichten haben die beiden Autoren deshalb vor allem mit den Clans und Großfamilien selbst gesprochen. Mohamed Chahrour, der selbst aus einem arabischen Clan stammt und der Journalist Marcus Staiger haben lange Gespräche geführt, um den Lebensalltag und die Gedankenwelt von Clanmitgliedern zu ergründen und ihre Erlebnisse und Erfahrungen aufzuschreiben. Doch Dakhil ist mehr als das. In geschichtlichen Abrissen werden auch die kolonialen und postkolonialen Verwerfungen im vorderasiatischen Raum beleuchtet, die zu Flucht und Vertreibung geführt haben. Auswirkungen einer Politik, die vor 100 Jahren ihren Anfang nahm und deren Auswirkungen wir heute noch zu spüren bekommen. Viele Aspekte, die in der üblichen Berichterstattung über arabische Clans in Deutschland nicht berücksichtigt werden, kommen in diesem Buch zur Sprache. Insofern ist es nicht nur eine Geschichte über die deutsche Einwanderungspolitik der letzten 50 Jahre, eine Geschichte der Großfamilien in Deutschland sondern auch eine Geschichte des Mittleren Ostens und seiner wechselhaften und beiderseitigen Verbindungen, Verwicklungen und Verstrickungen mit der sogenannten westlichen Welt.

Autorenportrait

Marcus Staiger wurde 1971 in Süddeutschland geboren und zog nach dem Abitur nach Berlin. Mit Gelegenheitsjobs hielt er sich über Wasser, arbeitete als Koch, Leiharbeiter und Journalist und gründete 1998 das Rap-Label Royalbunker. Mit diesem beeinflusste er nachhaltig die deutsche Hip-Hop Szene, entdeckte zahlreiche wichtige Rap-Künstlerinnen und Künstler, bevor er im Jahr 2008 für drei Jahre die Chefredaktion der Internetplattform rap.de übernahm. Seit 2011 arbeitet Staiger als Industriekletterer und Publizist, 2014 erschien sein Roman "Die Hoffnung ist ein Hundesohn". Marcus Staiger ist verheiratet, hat insgesamt 3 Kinder und lebt und arbeitet in Berlin.

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