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Peregrinatio Hungarica

Studenten aus Ungarn an deutschen und österreichischen Hochschulen vom 16.bis zum 20.Jahrhundert, Tübinger Beiträge zur Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte 64, Contubernium 64

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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783515089081
Sprache: Deutsch
Umfang: XII, 548 S., 29 s/w Illustr., 10 s/w Tab., 29 Foto
Auflage: 1. Auflage 2006
Einband: gebundenes Buch

Beschreibung

Die peregrinatio academica, die Migration von Studenten aus der hochschularmen östlichen Hälfte Europas, stellte vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert eine grundlegende Form der akademischen Ausbildung dar. Dies trifft besonders für das territorial und konfessionell geteilte Königreich Ungarn zu, wo die früheste dauerhafte Gründung einer Universität erst im Jahre 1635 durch den Jesuitenorden erfolgte. Das ungarische Bildungssystem war so Jahrhunderte lang auf die europäischen Institutionen angewiesen. Die Universitäten und Hohen Schulen im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation gehörten seit der Ausbreitung der Reformation zu den Bildungseinrichtungen, die von den Studenten aus Ungarn am meisten frequentiert wurden. Dabei bewegten sich Katholiken, Lutheraner und Calvinisten zunächst vorzugsweise im Raum ihres Bekenntnisses. Später strahlte dann die Anziehungskraft von Reformuniversitäten wie Göttingen und Berlin aus. Die geistige Entwicklung im multiethnischen und multikonfessionellen Ungarn partizipierte auf diese Weise in sehr hohem Maße an der deutschen Kultur und Wissenschaft. Aus dem Inhalt: Klaus von Trotha: Grenzenlos studieren. Auf dem Weg zum europäischen Hochschulraum Márta Fata / Anton Schindling: Peregrinatio Hungarica. Studenten aus Ungarn an deutschen und österreichischen Hochschulen vom 16. bis zum 20. Jahrhundert Frühe Neuzeit: Anton Schindling: Bildungsinstitutionen im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation als Ziele der studentischen Migration. Wanderungen im Zeichen von Konfessionen und geistigen Strömungen András Szabó: Die Universität Wittenberg als zentraler Studienort im 16. Jahrhundert János Heltai: Die Heidelberger Peregrination calvinistischer Studenten aus Ungarn und Siebenbürgen 1597-1621. Ihr Verlauf im Spiegel der Zahlen und ihre Auswirkung Iulia Capros: Kaschauer Studenten an deutschen Universitäten vom Anfang des 16. Jahrhunderts bis zur Gründung der Jesuitenakademie zu Kaschau im Jahr 1657 Wolfgang Mährle: Eingangstor ins Reich? Studenten aus Ungarn und Siebenbürgen an der Nürnberger Hochschule in Altdorf (1582-1799) István Bitskey: Studenten aus den Ländern der Stephanskrone an katholischen Universitäten des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation im 17. Jahrhundert Matthias Asche: Studenten aus Ungarn und Siebenbügen an katholischen Universitäten des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation im 18. Jahrhundert Detlef Döring: Die Bedeutung Leipzigs für Studenten aus dem Königreich Ungarn im Rahmen der mitteldeutschen Universitätslandschaft im Zeitalter der Aufklärung Katalin Gönczi: Juristischer Wissenstransfer von der Göttinger Universität in das Königreich Ungarn im späten 18. Jahrhundert Ulrich Rasche: Von Fichte zu Metternich. Die Universität Jena und ihre ungarländischen Studenten um 1800 Orte der Begegnung: Márta Fata: Studenten aus Ungarn und Siebenbürgen an der Universität Tübingen. Eine 500 Jahre lange Beziehungs- und Wirkungsgeschichte István Fazekas: Ein ungarisches Priesterseminar am Rande des deutschen Sprachgebietes. Drei Jahrhunderte Wiener Pazmaneum 1623-1918 (1953) Robert Offner: Deutsche Universitäten als Ausbildungsstätten siebenbürgischer Mediziner von den Anfängen bis zum Jahr 1850 Dirk Alvermann: Stipendien als strukturelle Elemente des Migrationsnetzes. Das Beispiel Greifswald 19. und 20. Jahrhundert: László Szögi: Studenten aus Ungarn und Siebenbürgen an den deutschen Universitäten 1789-1919 Daniela Siebe: Studierende aus Ungarn an den Universitäten Berlin und Heidelberg zwischen 1870 und 1932/33 Horst Fassel: Hugo Meltzl von Lomnitz (1846-1908). Der erste Ordinarius für Germanistik in Klausenburg und seine Beziehungen zu den Universitäten Heidelberg und Leipzig Brigitta Eszter Gantner: