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Warten auf den Bumerang

Gedichte, Insel-Bücherei 1264

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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783458192640
Sprache: Deutsch
Umfang: 96 S.
Format (T/L/B): 1.1 x 18.5 x 12.2 cm
Einband: gebundenes Buch

Beschreibung

'Eine Lanze für diesen Dichter brechen zu wollen, hieße Ringel nach Natz tragen', behauptet Robert Gernhardt in seinem Nachwort zu dieser Ausgabe, und er hat recht. Dennoch: 'Zwar ist Hans Bötticher alias Joachim Ringelnatz beileibe kein verkannter Dichter, doch ein Großteil seiner Gedichte - darunter einige seiner besten - ist herzlich unbekannt', schließt Gernhardt von sich auf andere. Daher hat er die Gelegenheit dieses Insel-Büchereibandes ergriffen, neben den bekannten Ringelnatz-Klassikern jene unbekannteren Gedichte zu präsentieren, 'die im Leser die Lust wachkitzeln sollen, sich mit dem ganzen Ringelnatz bekannt zu machen'. Alle hier aufgenommenen Gedichte lassen den durch und durch persönlichen Ton der meist diskret gereimten, stets gewagten und immer traumhaft sicher landenden Gedankensprünge des Dichters erklingen, vom Belachbaren, Besinnlichen und Bedenkenswerten zum Bedenklichen und Bedenkenlosen. Durch Gernhardts Illustrationen zu den einzelnen Gedichten geistert immer eine Flasche Rotwein, nicht nur, weil Ringelnatz entgegen seinem Seemann-Image die gute Flasche Rotwein der Buddel Rum vorzog, aber auch deswegen

Autorenportrait

Am 7. August 1883 wurde er als Hans Bötticher in Wurzen an der Mulde, einem sächsischen Städtchen, geboren. In jungen Jahren heuerte er, der sich jetzt Kuttel Daddeldu nannte, als Leichtmatrose auf einem Frachter an. Später setzte er eine kaufmännische Lehre in Hamburg fort, arbeitete in Leipzig, ging auf Reisen und landete, die eigenen Verse vortragend, in der Münchner Künstlerkneipe "Simplicissimus", wo er schnell bekannt wurde. 1910 erschien sein erster Gedichtband. Unrast und Neugier plagten ihn, er reiste in Europa umher, arbeitete für kurze Zeit als Bibliothekar und wurde im Ersten Weltkrieg zur Marine eingezogen. Nach dem Krieg fand er sich schlecht zurecht, wurde von Alpträumen geplagt, spielte wieder und dichtete. Und verwandelte sich in Joachim Ringelnatz. Bald darauf erkrankte er schwer, und die Freunde riefen seine Leser öffentlich auf, dem mittellosen Ringelnatz zu helfen. Am 17. November 1934 starb er in Berlin.