Britta Bolt: Das Haus der verlorenen Seelen

Pieter Posthumus, der einfühlsame Sachbearbeiter vom "Büro der einsamen Toten" in Amsterdam, wird unversehens in einen Mordfall hineingezogen. In der Pension neben seiner Stammkneipe hat die leicht schrullige Marloes Zimmer an Menschen vermietet, die aus dem normalen Leben gefallen sind, sei es durch Drogen oder frühere kriminelle Machenschaften. Zig, ein ehemaliger Stricher, wird von Marloes ermordet aufgefunden, schnell sieht die Polizei sie als Hauptverdächtige an. Pieter kann sich nicht vorstellen, dass sie eine solche Tat begangen hat, und macht sich mit seiner Freundin Anna daran, Beweise für Marloes Unschuld zu sammeln. Seine große Stärke ist seine Beobachtungsgabe, er hat einen untrüglichen Blick für Zusammenhänge und lässt nicht los, wenn er einmal eine Spur aufgenommen hat. Doch die Nachforschungen führen tief ins Rotlichtmilieu, zu Menschen, die äußerst gewalttätig sind und vor nichts zurückschrecken.

Der erste Fall von Posthumus hat mir bereits gut gefallen, der zweite steht dem ersten in nichts nach: Unangepasste Protagonisten mit Ecken und Kanten, ein gut durchdachter Plot und eine anhaltende Spannung sprechen für diesen Thriller.

Bolt, Britta
Hoffmann und Campe Verlag GmbH
ISBN/EAN: 9783455405637
22,00 € (inkl. MwSt.)